Auktionsarten
Hier geht es um die verschiedenen Auktionsformen die es mittlerweile gibt.
Die „klassische“ Auktion:
Hierbei bieten die Teilnehmer in einem vorher vom Verkäufer festgelegten Zeitrahmen um die Wette. Das höchste noch vor dem Auktionsende abgegebene Gebot gewinnt die Auktion. Der Vorteil dieser Auktionsform ist, dass keine Kosten durch die Gebotsabgabe selbst entstehen. Der Preis wird maßgeblich durch das Interesse an der Auktion bestimmt. Der Verkäufer macht dementsprechend einen besonders hohen Gewinn, wenn sich die Bieter über den eigentlichen Warenwert hinweg gegenseitig hochtreiben. Diese Auktionsform kann für den Käufer durchaus zu einigen guten Preisen führen und auch den Verkäufer, bei richtiger Angebotsplatzierung und Optimierung, richtig glücklich machen. Die absoluten Schnäppchen sind alleine durch die Masse an potenziellen Käufern eher selten. Insgesamt lässt sich diese Auktionsform jedoch als für Käufer und Verkäufer relativ solide bezeichnen.
Die „Gebot kaufen“-Auktion:
Bei dieser Auktion zahlt man für jedes abgegebene Gebot einen bestimmten Betrag. Das Gebot auf den Gegenstand steigert sich allerdings nur um einen kleinen Teil vom Gebotspreis, die Auktionsdauer hingegen erhöht sich mit jedem Gebot um ein paar Sekunden. Vermeintliche Schnäppchen wie beispielsweise ein Notebook für 100 Euro kosten den Käufer durchaus das Doppelte durch den Preis seiner abgegebenen Gebote. Trotzdem noch ein Schnäppchen? Für den glücklichen Gewinner kommt das in manchen Fällen durchaus vor, jedoch zahlen alle anderen Mitbieter oftmals einen unverhältnismäßig großen Betrag für nichts und wieder nichts. Den richtigen Zeitpunkt für Gebote auszuwählen ist durch die Zeitverlängerung der Auktion durch jedes Gebot sehr schwierig. Insgesamt lassen sich also durchaus super Schnäppchen machen … oder jede Menge Geld verlieren.
Die Rückwärtsauktion:
Die Rückwärtsauktion ist eine sehr interessante Auktionsform. Mittlerweile muss man aber zwischen verschiedenen Typen dieser Auktionsart unterscheiden.
Zum einen gibt es die "niedrigstes einmaliges Gebot gewinnt"-Auktion. Hierbei geht es für den Bieter nicht darum, das höchste, sondern das niedrigste Gebot abzugeben. Entscheidend ist vor allem, dass dieses Gebot insgesamt nur einmal abgegeben werden darf, um zu gewinnen. Je geringer der Bietbetrag ist, desto höher die Chance, dass das Gebot insgesamt das niedrigste ist, jedoch desto geringer die Chance, dass es nur einmal abgegeben wird. Bekannt wurde diese Auktionsform unter anderem durch diverse TV-Aktionen bei denen Autos oder ganze Häuser zu diesem Auktionskonzept versteigert wurden. Doch dieses Auktionsmodell ist weit mehr als Bestandteil von TV-Sendungen, mittlerweile gibt es ganze Auktionsplattformen im Internet, die Artikel nach diesem Prinzip versteigern.
Bei einer anderen Form der Rüchwärtsauktion wird vom Käufer ein Kaufgesuch für einen bestimmten Artikel eingestellt. Für die Auktionsdauer bieten Personen, die diesen gesuchten Artikel verkaufen möchten dem Kaufgesuchersteller einen Preis an, zu dem sie diesen Artikel verkaufen würden. Dieses von einem Verkäufer gemachte Angebot kann dann von anderen immer weiter unterboten werden. Das niedrigste Angebot gewinnt schlussendlich.
